Die liebe Verwandtschaft

Ich habe ein neues Lied aufgenommen, eine „liebevolle“ Hymne an die Verwandtschaft, der wir alle so viel zu verdanken haben. Das Lied ist „völlig ohne Diskriminierung, Vorurteile oder Beleidigungen“.

Den Text habe ich im Internet gefunden, der überwiegende Teil des Textes stammt von einer Dorothea Grote. Ich habe leider keine Angaben zu der Autorin gefunden, sonst hätte ich sie  kontaktiert. Von mir stammt die Melodie mit diversen Textanpassungen  und der ganze Refrain.

Vorsicht! Das Lied hat mit 10 Minuten Überlänge!

Die liebe Verwandtschaft
(Dorothea Grote / M. Wagner)

Oh Mensch, frohlocke laut und juble fast,
wenn Du noch eine Verwandtschaft hast!
Wenn einmal niemand kümmert sich um dich –
Verwandtschaft lässt dich nicht im Stich.
Egal, ob Trauer oder Spaß –
auf die Verwandtschaft ist Verlass.
Ist irgendwo ein Familienfest,
schon kommt die Brut aus ihrem Nest.

Onkel, Neffe, Nichte und Tante –
alle geben sich die Kante.
Bruder, Schwester, Cousin, Cousine
machen eine freundliche Miene
Opa, Oma, Vetter, Base
saufen bis sie drückt die Blase

Selbst zum Begräbnis ist die Sippschaft dort
und geht so schnell nicht wieder fort.
Ob Taufe, Geburtstag, Hochzeit, Trallalla –
bei jeder Feier ist sie da;
die Onkels, mit und ohne Haar,
mit Durst und Hunger, ist doch klar;
die alten Tanten, dick und dünn,
hochgestylt, mit frohem Sinn.

Onkel, Neffe, Nichte und Tante -………Basen
stecken überall rein die Nasen

Und auch die Schwestern alle sind schon da,
der Bruder längst, das kennt man ja;
auch der Cousin, mit seiner krausen Stirn,
die Nase hoch, im besten Zwirn;
und seine Frau, das dumme Ding,
an jedem Finger einen Ring.
Man muss ja zeigen, was man hat,
man kommt ja schließlich aus der Stadt.

Onkel, Neffe, Nichte und Tante -………….Basen
saufen sogar aus den Blumenvasen

Aus der Provinz da kommt auch ein ganzer Schwung
mit Kind und Kegel, alt und jung.
Sie fallen alle wie Vandalen ein,
um zu vertilgen Brot und Wein.
Geht man zu Tisch, geht‘ s Flüstern los:
„Wo bleibt denn heut das Essen bloß?“
Das Bier zu kalt, der Schnaps zu warm.
viel zu gefährlich für den Darm.

Onkel, Neffe, Nichte und Tante -…….
stecken den Rüssel zu tief ins Glase

Die alten Tanten wähnen sich unter sich,
die hört man keifen fürchterlich:
„Der Braten fett, und auch die Torten weich,
gar kein Niveau, das wusst‘ man gleich.“
Und der Cousin verzieht ‚s Gesicht:
„So einen Fusel trank ich lange nicht.“
Auch die Cousinen hört man plärr‘n:
„Da waren viel zu wenig Herrn!‘

Onkel, Neffe, Nichte und Tante – ……Basen
entdecken wieder ihre Jugendphasen

Dann dieser Neffe, Asi, der vom Land,
der alles ziemlich ätzend fand:
„Ich hatte einen Hunger wie ein Bär,
mein Magen der war ziemlich leer,
ich war noch gar nicht richtig satt,
da räumten die schon wieder ab.“
Doch verlässlich, wie die Wintergrippe
nistet sich ein die ganze Sippe.

Onkel, Neffe, Nichte und Tante – ………….
sind nicht mehr Herr ihrer Körpergase

Beim nächsten Fest bestimmt und ganz famos –
heißt es wieder: „Mahlzeit“ – „Prost“.
Die Gürtelschnalle schon im letzten Loch –
„Gibt‘ s etwa nichts? Das fehlte noch!“
Doch Gott sei Dank, dem ist nicht so,
das Essen kommt, Bier ebenso.
Die alten Knacker werden jung,
sie nehmen einen kräftigen Trunk.

Onkel, Neffe, Nichte und Tante – ……..Basen
hüpfen herum wie die Osterhasen

Ja alle schlucken, dass die Gurgel kracht,
und dann wird Radau gemacht.
Und auch die lieben Tanten von Statur
vergessen die Entfettungskur.
Selbst manche, die sonst magenkrank –
heut schmeckt es wieder, Gott sei Dank!
Man hört Gerülpse und Geschmatz
es klappert mancher Zahnersatz.

Onkel, Neffe, Nichte und Tante -………Basen
bewegen mühsam ihre Körpermassen

Auch der Cousin, der tut ganz furchtbar fein,
er säuft das zwanzigste Glas Wein.
Aus der Provinz da kommt die dicke Bas‘,
die schluckt auch schon ihr zehntes Glas.
Erst der Neffe, der vom Land,
der wieder mal ganz abgebrannt,
dem kommt die Feier gerade recht:
Erst schlägt er zu, dann wird‘s ihm schlecht.

Onkel, Neffe, Nichte und Tante – ………….
dreschen manche doofe Phrase

Die Kinder toben alle tüchtig rum,
sie schmeißen Tisch und Stühle um.
Warum auch nicht, sie sind ja alle gesund?
So geht‘ s mal wieder richtig rund.
Dann kommt der Abschied, man muss gehn,
„Das Fest bei Euch war wunderschön.“
„War supergeil, ganz wunderbar,
auf Wiederseh‘n beim nächsten Mal!“

Onkel, Neffe, Nichte und Tante -……..
tanzen sich in die Ekstase…

Doch ist die Sippschaft erstmal unter sich,
oh mächtiger Strohsack, schütze mich!
Die alten Knacker, die sind sehr betrübt,
Sie meckern rum, weil‘ s nichts mehr gibt.
Oh Mensch, frohlocke, und juble fast,
wenn Du noch‘ ne Verwandtschaft hast!
Wenn niemand kümmert sich um Dich:
Verwandtschaft lässt Dich nicht im Stich.

Onkel, Neffe, Nichte und Tante –
alle geben sich die Kante.
Bruder, Schwester, Cousin, Cousine
machen eine freundliche Miene
Opa, Oma, Vetter, Base
saufen bis sie platzt die Blase